Oft haben wir das Gefühl, dass unsere Handlungen kaum einen Unterschied in unserer Umgebung machen. Wir haben den Eindruck, es verändert sich nichts, was auch immer wir tun. Und manchmal erwarten wir auch Dankbarkeit, wenn wir anderen helfen.

Warum erwarten wir diese Dankbarkeit?

Oft denken wir, wir geben so viel von uns und niemand weiß das zu schätzen. Die Ursache kann in unserer Kindheit liegen. Es kann sein, dass wir versucht haben, unseren Eltern bei ihrer Arbeit zu helfen. Diese aber – weil sie im Stress waren – diese Hilfe nicht annehmen konnten. In uns verfestigt sich das Bild, dass, egal, wie sehr wir uns auch anstrengen, diese Unterstützung und Anstrengung nicht gesehen oder anerkannt wird.

Fehlende Anerkennung wurde uns oft von unseren Eltern vorgelebt

Gerade die Frauen, die nur für ihre Familie gelebt hat, gab viel und bekam wenig Anerkennung zurück. Und genau diese Frauen haben dieses Gefühl fehlender Anerkennung weitergegeben.

Der Ringtausch

Vor vielen Jahren zog ich von einer kleinen Wohnung in eine Wohngemeinschaft. Dort benötigte ich meine Küche nicht mehr, weil es schon eine gab. Ich verschenkte diese Küche an junge Leute, die gerade ihre erste Wohnung bezogen. Einige Jahre später benötigte ich wieder eine neue Küche. Zu der Zeit studierte ich und hatte nicht die finanziellen Mittel, mir eine neue zuzulegen. Und „zufällig“ verschenkte gerade zu dieser Zeit eine Kommilitonin ihre Küche. Das war das erste Mal, dass ich für mich selbst den Begriff „Ringtausch“ erkannte.

Alles, was wir tun, zieht weitere Kreise, als wir glauben

Inzwischen bin ich seit vielen Jahren als Heilerin tätig. Eines Tages rief mich eine Klientin an. Sie hatte sich eine heftige Grippe zugezogen. Ich begann, sie aus der Ferne zu behandeln.  Ich erkundigte mich täglich telefonisch nach ihrem Befinden und behandelte sie je nach ihrem Zustand mit den verschiedenen Methoden des Contact-Healing.

Die Krankheit zog sich hin und es gab immer neue Aspekte, die geheilt werden wollten.

Einige Wochen später rief sie mich erneut und was sie mir da erzählte, hat mich tief im Herzen berührt: Inzwischen ist sie wieder gesund, aber nun liegt ihre Nachbarin im Krankenhaus. Und als sie sie besuchte, fiel ihr ein, mit welcher Hingabe ich mich immer wieder nach ihrem Befinden erkundigt hatte und sie entsprechend behandelt hatte und wie sehr ihr das auf verschiedenen Ebenen geholfen hatte. Nun ist sie selbst auch Heilerin und sie spürte, dass sie nun auch ihre Nachbarin gern auf dieselbe Weise behandeln wollte. Und das tat sie mit viel Geduld, Liebe und Hingabe.

Dazu ist zu sagen, dass es zwischen beiden seit vielen Jahren Spannungen gab, wie es manchmal zwischen Nachbarn vorkommt. Plötzlich wurde die Nachbarin ihr gegenüber wieder viel offener und liebevoller, weil sie bemerkte, dass meine Klientin ihr nur Gutes tun wollte.

Und die Moral von der Geschicht‘?

Wenn Ihr etwas aus Liebe und mit all Eurer Hingabe tut, dann zieht diese Handlung Kreise, wie ein Stein, der ins Wasser geworfen wird. Und auch, wenn Ihr nicht direkt merkt, was ihr bewirkt, weil Ihr keine Dankbarkeit spürt. Eure Taten zeigen weitreichende Wirkung über den Moment hinaus.

Und auch wenn Ihr nicht als Heiler / Heilerin tätig seid, möchte ich Euch dazu ermutigen, auch in Zukunft nicht müde zu werden, Eure Talente dafür einzusetzen, mit all Eurer Liebe, Hingabe und Leidenschaft daran mitzuwirken, dass diese Welt ein besserer Ort wird.

Hier findest Du weitere Informationen: www.ursulapodeswa.de

Ursula Podeswa ist seit über 20 Jahren Seminarleiterin, Coach und vom Dachverband Geistiges Heilen anerkannte Heilerin. Sie hat viele verschiedene Ausbildungen absolviert und nun die Ergebnisse ihrer Forschungen im „Contact-Healing“ gebündelt. Eine Methode, die durch verschiedene Diagnoseverfahren und Therapiekonzepte Klienten dabei begleitet, wieder zu mehr Kontakt mit anderen und auch mit sich selbst zu finden.

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