Aus alten Zeiten stammt die Tradition des Räucherns – auch an Imbolc / Lichtmess (2. Februar). Dichter Rauch legt sich über die lange Vergangenheit. Viel wird darüber spekuliert, wie diese hohe Kunst wohl entstand. Doch eines ist sicher. Alte Traditionen bahnen sich wieder ihren Weg in unsere Zeit, in unser Bewußtsein und Handeln. So wie sich immer mehr Menschen dem Räuchern gegenüber öffnen, so beleben und aktivieren sie auch die Jahreszeitenfeste wieder stärker.

Nicht nur Fasching und das Maibaumaufstellen sind populär. Auch die nicht so sensationellen Feste, wie das anstehende Imbolc – bekannter noch als Maria Lichtmeß, werden wieder gefeiert.

Imbolc ist für mich ein Fest der Reinigung.

Es ist das Fest des Erwachens und des Segnens. Dementsprechend habe ich auch meine Räuchermischung für diesen Festtag zusammengestellt. Imbolc findet für mich im Innen und Außen statt.

Zum Einsatz kommen bei mir heimische Pflanzen, die schon den Kelten heilig waren. Beispielsweise nutze ich die Fichte, der auch die Rune Kenaz zugeordnet wird. Diese wiederum bedeutet auch Licht oder Fackel. Als Lebensbaum hat die Fichte natürlich eine starke Kraft. Ihr Harz eignet sich hervorragend zur Reinigung der häuslichen Räume. Frühher wurden diese im Winter nicht so oft gelüftet. Neben anderen Pflanzen diente die Fichte in der Räucherung auch dazu, die Krankheitsdämonen aus dem Haus zu vertreiben. Unterstützend wirken dabei so kräftige Kräuter wie Wacholder, Thymian, Rosmarin, Schafgarbe, Alant und Beifuß.

Unsere Vorfahren segneten an diesem Tag die Kerzen. Denn diese hatten ja einen mehr praktischen Stellenwert in ihrem Leben. Auch diese Lichtbringer werden abgeräuchert, denn viele der reinigenden Pflanzen sind auch zum Segnen geeignet.

Viel könnte noch über dieses Lichtfest geschrieben werden, doch will ich mich auf das Räuchern konzentrieren. Ich werde nicht so sehr in die Tiefe diese Festes vorstoßen. Das ist vielleicht an anderer Stelle besser angebracht.

Räuchern mit heimischen Pflanzen:

Hier die Pflanzen und Kräuter, die in meiner Imbolc-Räuchermischung zum Einsatz kommen: Alant (Wurzel, Blüten, Blätter), Beifuß, Fichte (Nadeln, Holz, Harz), Lavendel, Minze, Rosmarin, Salbei, Schafgarbe, Tannennadeln, Thymian und Wacholder (Beeren, Holz, Nadeln).

Die Räuchermischung räuchere ich aktiv. Das bedeutet, ich gebe sie auf die glühenden Kohle. Damit können die Pflanzengeister ihre volle Kraft entfalten.

Die Räucherung baue ich in ein Ritual ein. Dieses ist besonders auf diesen Tag  abgestimmt.

Walter Siegl RäuchernUnser Autor Walter Siegl arbeitet seit über 30 Jahren „energetisch“. Er trommelt, hält Rituale ab und seit einigen Jahren beschäftigt er sich intensiver mit dem Thema „Räuchern“. Inzwischen gibt er Seminare zum Thema, stellt selbst Räuchermischungen her und verkauft diese sowie auch Räucherzubehör über seinen Shop.

Hier gibt’s mehr zum Thema „Räuchern“: https://taomagazin.de/raeucherkraeuter-lexikon-buchstabe-b-teil-4/